Eurotubi Pressfitting NEWSLETTER
 
Mai 2014  
   
Press fitting system all'MCE

 

Trinkwasser: Edelstahl, Kunststoff oder Kupfer?
Aus unserer Marketing-Abteilung

Lesen Sie hier einen interessanten technischen Artikel, der 2011 in der Zeitschrift "Stainless steel world" veröffentlicht wurde. Bei dem Autor handelt es sich um einen Wissenschaftler und Professor der Metallkunde, der sich im Besonderen auf das Gebiet der Korrosion spezialisiert hat. Im Artikel werden die Eigenschaften von Edelstahl, Kupfer und Kunststoff im Zusammenhang mit Trinkwasserleitungen verglichen.

Nach Untersuchung der Ergebnisse einer von der Europäischen Kommission geförderten spezifischen Forschungsstudie stellt Buijs heraus, dass die chemische Zusammensetzung des Edelstahls zweifelsfrei eine höhere Hygiene garantiert und sich somit als beste Wahl für Trinkwasseranlagen auszeichnet.

Den vollständigen Artikel als pdf herunterladen (auf Englisch)

Hier eine Zusammenfassung des Artikels:


Edelstahl für Trinkwasserleitungen?

Seit mehreren Jahren wird bereits auf internationalem Niveau über die Möglichkeit diskutiert, ob Edelstahl Kupfer bei Trinkwasserleitungen ersetzen kann. Dieser Artikel setzt besonderes Augenmerk auf die spezifischen Vorteile von Stahl im Vergleich zu Kupfer.


Edelstahl ist das beste Material für die Durchführung von Trinkwasser


Was ist Kupfer?

Kupfer ist ein Metall, das jahrelang als das Material schlechthin für Trinkwasserleitungen angesehen wurde.
Es ist ein leichtes und formbares Metall. Darüber hinaus bietet es einen guten Widerstand gegen Korrosion.
Dennoch wurde es immer wegen der Kupferionen kritisiert, die freigesetzt in das Trinkwasser der Gesundheit des Menschen schaden könnten. Die Europäische Kommission hat eine detaillierte Studie in Auftrag gegeben, um die von unterschiedlichen Metallen und Kunststoffen in das Trinkwasser abgegebene Menge von Substanzen festzustellen. Die Ergebnisse bezüglich des Kupfers sind recht enttäuschend, während sie für Edelstahl besonders positiv sind.


Bakterien

Trinkwasser sollte die öffentliche Gesundheit nicht gefährden und diese Gefahr ist direkt mit dem Vorhandensein von Bakterien verknüpft. Bakterien haften bevorzugt an Oberflächen, wo sie einen schädlichen Biofilm bilden können. Es konnte festgestellt werden, dass die Oberfläche von Kupfer viel geeigneter für diese Anhaftungen ist als Edelstahl, auch wenn wir eigentlich vom Gegenteil ausgehen, da Kupfer ja für seine antibakterielle Wirkung bekannt ist. Die Oberfläche von Edelstahl ist härter und glatter und daher "unwirtlicher" für solche Mikroorganismen, während die Oberfläche von Kupfer das Wachstum von Bakterien fördert.


Kunststoffe

Aufgrund der schädlichen Wirkungen von Kupfer bei der Leitung von Trinkwasser richtet man den Blick mit wachsendem Interesse auf Kunststoffe, di heute weit verbreitet sind. Bei der Vergrößerung der Installationen zeigen die Plastikrohre jedoch große Probleme. Nach der Meinung zahlreicher Wissenschaftler können Plastikrohre gefährliches Phenol in das Wasser freisetzen. Dies konnte durch neueste und unterschiedliche Forschungen verschiedener europäischer Labors nachgewiesen werden. Die festgestellte Phenol-Konzentration in den Plastikrohren, die heutzutage weitgehend im Wohnbereich verbaut werden, ist so hoch, dass sie ein Problem für die Gesundheit der Bevölkerung darstellt.


In einem Artikel in der "Legionella Communication Platform" mit der Überschrift "Bildung von Biofilmen und Entwicklung der Legionellenbakterien in Rohrleitungen" ist gezeigt worden, dass in einer Versuchsanlage für Warmwasser (37 °C) sowohl in den Stahl-, den Kupfer- als auch in den Kunststoffrohren (PE-xa) Legionellenbakterien (im Biofilm) gefunden wurden. In den Plastikrohren war der Biofilm jedoch stärker ausgebildet als in den Stahl- oder Kupferrohren.

Nach Meinung der Experten ist von dem Einsatz von Kunststoffen in diesem Anwendungsbereich abzuraten, denn sie zersetzen sich viel schneller als Edelstahl. Darüber hinaus werden Kunststoffe mit Zusatzstoffen behandelt, die die Zersetzung des Materials verlangsamen sollen. Die Zusatzstoffe können sich jedoch lösen und dazu führen, dass kleinste Partikel in das Trinkwasser gelangen.


Aktuelle Situation

Der Einsatz von Edelstahl in diesem Marktsegment ist in vielen Ländern noch nicht weit verbreitet, während in der Schweiz, in Italien, Deutschland und Dänemark bereits häufig Edelstahl verwendet wird. Es gibt jedoch zunehmende Forderungen an die Regierungen, Edelstahl verpflichtend einzusetzen. Dies scheint zu zeigen, dass die Macht der Gewohnheit noch sehr groß ist und dass der Schritt von Kupfer zu Edelstahl ein bedeutender Schritt wäre.


Pressfitting Edelstahl 316L für den Transport von Trinkwasser

Aus rein wirtschaftlicher Sicht ist offensichtlich, wie kostspielig Kupfer geworden ist. Auch Edelstahl ist kein preisgünstiges Material und wenn alle Aspekte in Betracht gezogen werden, dann weichen die Endpreise nicht stark voneinander ab. Besonders wenn man die Kosten der negativen Auswirkungen beachtet, die vom Einsatz von Kupfer verursacht werden.


Schlussfolgerungen

Die Analyse aller Tatsachen und Daten zerstreut alle Zweifel und Vorurteile, nach denen Edelstahl eine zu schwierige und teure Wahl für Trinkwasserleitungen wäre. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis die Öffentlichkeit sich der Qualität dieses Materials endgültig bewusst wird. Besonders die Daten in Bezug auf die öffentliche Gesundheit werden für den Einsatz von Edelstahl von ausschlaggebender Bedeutung sein.

  youtube   

 
Weitere News: 1. Erreichbare Maximal-Druckwerte in den Pressfitting-Anlagen
2. Schädliche Metalle im Trinkwasser: Pressfitting Eurotubi Edelstahl 316L übertrifft die Anforderungen der weltweit wichtigsten Protokolle
3. Eurotubi Pressfitting System: Video-Leitfaden für die Installation
4. Trinkwasser: Edelstahl, Kunststoff oder Kupfer?
5. Das Modell einer nachhaltigen Stadt: Masdar City
 
 
ZURÜCK ZUM INHALTSVERZEICHNIS

 
Siehe die Newsletter-Archiv